SAAL: SALES AGENT

PASST DIE APP ZU IHREM SHOP?

Diese Seite richtet sich an Agenturen, IT-Verantwortliche und E-Commerce-Teams, die vor der Installation einschätzen wollen, ob die App zum Setup passt. Alle Angaben sind ohne Installation prüfbar.

WAS DIE APP MACHT

Saal: Sales Agent erlaubt es, ausgewählte Kunden als Vertriebsmitarbeiter zu berechtigen. Diese können sich im Storefront auf einen ihrer zugewiesenen Kunden anmelden und in dessen Namen bestellen — mit den hinterlegten Konditionen, im normalen Shop, ohne Admin-Zugang und ohne Mitarbeiterkonten.

Typischer Anwendungsfall: Außendienst und Handelsvertreter, die Aufträge heute telefonisch, per Mail oder vor Ort aufnehmen und anschließend im Backend nacherfassen.

VORAUSSETZUNGEN

Für den vollen Funktionsumfang:

  • Shopify Plus mit aktiviertem B2B
  • Unternehmen und Unternehmensstandorte angelegt
  • Kundenspezifische Preise über Kataloge und Preislisten gepflegt
  • Zahlung über hinterlegte Firmenkreditkarte oder Rechnung
  • Theme mit Unterstützung für App-Blöcke (Online Store 2.0)

Ohne Shopify Plus steht ein eingeschränkter Funktionsumfang zur Verfügung (siehe unten).

PASST / PASST NICHT

Passt gut, wenn …

  • Außendienst oder Handelsvertreter Bestellungen telefonisch, per Mail oder beim Kunden vor Ort aufnehmen
  • Diese Aufträge heute manuell im Admin als Entwurf nacherfasst werden
  • Konditionen bereits verhandelt und in Katalogen bzw. Preislisten hinterlegt sind
  • Vertriebsmitarbeiter keinen Zugang zum Shopify-Admin bekommen sollen oder dürfen
  • Mit Handelsvertretern gearbeitet wird, die keine Mitarbeiterkonten erhalten können
  • Ein B2B-Portal existiert, die Selbstbedienungsquote aber hinter den Erwartungen liegt

Passt nicht, wenn …

  • Preise pro Auftrag individuell verhandelt oder rabattiert werden
  • Angebots- und Freigabeprozesse (Quote-to-Order) benötigt werden
  • Umfassende Vertriebssteuerung im Shopify-Admin erwartet wird (Bestellungen sind dem Vertriebsmitarbeiter zugeordnet und auswertbar; Provisionsabrechnung ist derzeit nicht enthalten)
  • Vertriebsmitarbeiter ohnehin bereits Admin-Zugang mit Staff-Seats haben und damit zufrieden sind
  • Reines B2C ohne Unternehmenskunden
  • Konfigurierbare Produkte mit auftragsbezogener Kalkulation im Mittelpunkt stehen

FUNKTIONSUMFANG: MIT UND OHNE PLUS

FunktionShopify PlusOhne Plus (Beta)
Anmeldung auf zugewiesene Kunden im StorefrontEnthaltenEnthalten
Warenkorb im normalen Storefront befüllenEnthaltenEnthalten
Abschluss über den regulären CheckoutEnthaltenNicht enthalten
Kundenspezifische Kataloge und PreislistenEnthaltenNicht enthalten
Zahlung per hinterlegter FirmenkreditkarteEnthaltenNicht enthalten
Bestellung mit Zahlungsmittel „Rechnung“EnthaltenNicht enthalten
Bestellentwurf mit automatischer ZahlungsaufforderungEnthaltenEnthalten
Zuweisung über Unternehmen, Kunden oder TagsEnthaltenEnthalten
Preislogik aus Drittanbieter-Appsin Arbeitin Arbeit

ABSCHLUSS DER BESTELLUNG AUF PLUS

Je nach hinterlegtem Zahlungsmittel entsteht:

  • bei gespeicherter Firmenkreditkarte eine reguläre Bestellung mit Zahlung;
  • bei hinterlegtem Zahlungsmittel „Rechnung“ eine reguläre Bestellung mit diesem Zahlungsmittel. Nachgelagerte Prozesse wie die automatische Rechnungsstellung durch das ERP greifen unverändert;
  • ohne verfügbares Zahlungsmittel ein Bestellentwurf mit Zahlungsaufforderung, wahlweise automatisch oder manuell versendet.

Hinweis zur Beta ohne Plus: Ohne Shopify Plus werden kundenspezifische Preise nur eingeschränkt angewendet. Wenn Ihre B2B-Preise über Rabatt-Apps oder einen Wholesale-Channel abgebildet sind, entstehen dadurch fehlerhafte Preise auf realen Rechnungen. Tag-basierte Preise hingegen werden bereits unterstützt. In diesem Fall empfehlen wir, mit der Installation zu warten.

TECHNISCHE HINWEISE

Zuordnung der Bestellung

Die Bestellung wird zunächst unter dem Vertriebsmitarbeiter erstellt und unmittelbar danach per orders/create-Webhook dem tatsächlichen Kunden zugewiesen. Der Vorgang läuft mit automatischem Retry; im Fehlerfall ist eine manuelle Zuweisung möglich.

Shopify Flow

Workflows, die auf orders/create reagieren und den Kunden auslesen, sollten mit einer Verzögerung von einer Minute konfiguriert werden. Andernfalls kann es passieren, dass sie den Vertriebsmitarbeiter statt des Kunden sehen.

ERP-Anbindung

Gleiches gilt für ERP-Synchronisationen, die auf orders/create reagieren. Bei den meisten Konnektoren liegt ohnehin ein Intervall von mehreren Minuten vor.

Weitere Apps

Apps, die unmittelbar auf Bestelleingang reagieren (z. B. Bewertungs-, Loyalty- oder Benachrichtigungs-Apps), können denselben Effekt zeigen. Eine Prüfung vor dem Rollout ist empfehlenswert.

Bestellbestätigung

Die Shopify-Standard-Bestätigung geht an den Vertriebsmitarbeiter. Optional versendet die App automatisch eine mehrsprachige Bestätigung mit erklärendem Text an den Kunden — oder gar keine, wenn das ERP ohnehin eine Auftragsbestätigung erzeugt.

Datenhaltung

Sämtliche Konfiguration liegt in Metafeldern im Shop. Es werden keine Daten (außer Shop und Installation) außerhalb des Shops gespeichert. Alle Werte sind über die reguläre GraphQL Admin API les- und schreibbar, etwa zur automatisierten Zuweisung beim Onboarding oder zur Steuerung aus einem zentralen Verzeichnisdienst.

Deinstallation

Die Theme-Blöcke und alle Funktionen entfallen. Die Metafelder bleiben erhalten und können bei Bedarf über die API entfernt werden.

EINRICHTUNG

Die Einrichtung dauert rund fünf Minuten und erfordert keine Entwicklerarbeit.

  1. Zwei Theme-Blöcke per Deeplink platzieren: Login-Block und Session-Leiste
  2. Kunden als Vertriebsmitarbeiter kennzeichnen
  3. Zuweisungen festlegen: Unternehmen, einzelne Kunden oder Tags

Die Zuordnung zum jeweiligen Unternehmen erfolgt automatisch beim Login.

SICHERHEIT UND ZUGRIFF

Echte Unternehmenszugehörigkeit statt simulierter Sitzung

Beim Login wird der Vertriebsmitarbeiter als Ansprechpartner mit Bestellberechtigung am jeweiligen Unternehmensstandort geführt. Es handelt sich um den regulären B2B-Checkout, nicht um eine nachgebaute Sitzung und nicht um geteilte Zugangsdaten.

Kein Admin-Zugang

Vertriebsmitarbeiter benötigen weder Staff-Seats noch Zugriff auf das Shopify-Backend. Das gilt ausdrücklich auch für Handelsvertreter und externe Vertriebspartner.

Zahlungsdaten

Vom hinterlegten Firmenzahlungsmittel sind ausschließlich die letzten vier Stellen sichtbar. Zu keinem Zeitpunkt werden vollständige Kartendaten angezeigt oder gespeichert.

Lebenszyklus der Zugehörigkeit

Nach dem Logout wird der Vertriebsmitarbeiter aus dem Unternehmen des Kunden entfernt. Beim Wechsel auf einen anderen Kunden gilt dasselbe für die vorherige Zugehörigkeit. Optional lässt sich ein Hauptunternehmen hinterlegen, in das der Mitarbeiter nach jedem Logout zurückfällt — relevant für Shops, die Preise und Sortiment vollständig hinter dem Login verbergen.

Entzug von Berechtigungen

Zuweisungen sind jederzeit zentral entziehbar. Der Zugriff endet unmittelbar.

Nachvollziehbarkeit

Jede Bestellung ist dem auslösenden Vertriebsmitarbeiter zugeordnet und im Nachhinein auswertbar.

Einwilligung

Die Zustimmung des Kunden wird einmalig mit Datum, Notiz und verantwortlichem Sales Agent bestätigt und für Folgebestellungen gespeichert.

Bestand bei Entwürfen

Bestellentwürfe reservieren keinen Bestand. Zwischen Auftragsaufnahme und Bestätigung kann die Ware anderweitig verkauft werden. Eine Bestandsreservierung für Entwürfe ist in Arbeit.

ZUR APP

SAAL: SALES AGENT IM SHOPIFY APP STORE

Direkt aus dem Shopify App Store installierbar. Die Einrichtung dauert etwa fünf Minuten und erfordert keine Entwicklerarbeit.

Im Shopify App Store ansehen

apps.shopify.com/saal-sales-agent